Wien Nordwestbahnhof

Das 44 Hektar große Areal besticht mit seiner zentralen Lage zwischen dem Augarten und dem Naherholungsgebiet Donauinsel. Durch die Übersiedlung des Güterterminals an den südlichen Stadtrand von Wien kann hier in den nächsten Jahren ein lebenswertes Stadtviertel entstehen.

Projektstatus: in Planung

Realisiert werden rund um einen 10 Hektar großen langgestreckten Park - die "Grüne Mitte" -  geförderte und freifinanzierte Wohnungen für rund 16.000 Menschen, Büros für etwa 4.700 Arbeitsplätze, einige Schulen und Kindergärten sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen.

Die Umwidmung des Areals wurde im März 2024 durch Wiener Gemeinderat beschlossen. Der nächste Meilenstein ist der Beginn der Freimachung im Herbst 2024.

Daten & Fakten

  • Entwicklungsfläche

    440.000 m²

  • Bruttogeschoßfläche gesamt

    rund 880.000 m²

  • Grünfläche

    100.000 m²

  • Nutzung

    Wohnungen, Büros, Hotel, Kindergärten und drei Schulstandorte, Handels- und Dienstleistungsbetriebe

  • Vorteile
    • gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr
    • neue Straßenbahnlinie 12
    • optimale innerstädtische Lage zwischen Augarten und Donauinsel
    • in 10 Minuten mit dem Fahrrad in die Innere Stadt
    • kein Durchzugsverkehr für Kraftfahrzeuge

Das letzte große innerstädtische Entwicklungsgebiet von Wien

Am Areal des ehemaligen Nordwestbahnhofes entsteht ein neues Stadtviertel. Dieses Video gestattet einen Blick auf das Projektgebiet und zeigt auf, was auf diesem Gelände in den nächsten Jahren entstehen wird. 

  • Transkript des Videos zum Nachlesen

    ÖBB Stadtentwicklungsgebiet Nordwestbahnhof
    Videoaufnahmen des Projektgebietes, Musik im Hintergrund, Textinserts, Sprecher

    Der Nordwestbahnhof, letztes großes innerstädtisches Entwicklungsgebiet von Wien. 
    440.000 Quadratmeter Grundfläche erhalten eine neue Zukunft. Denn der bisherige Frachtenbahnhof samt Güterterminal wird abgesiedelt. An seiner Stelle entsteht ein neues Stadtviertel. 1,5 Kilometer lang und 400 Meter breit ist das Areal, auf dem es in den nächsten Jahren errichtet wird. Die zentrale Lage, dem Augarten benachbart und in Sichtweite zum Stephansdom und zur Donauinsel, machen es besonders attraktiv. 
    Jahrzehntelang wurden hier Güter umgeschlagen, nachdem der Personenverkehr schon in der Zwischenkriegszeit eingestellt worden war. 
    In all den Jahren war der 20. Wiener Gemeindebezirk durch den Nordwestbahnhof in zwei Hälften geteilt. Zuletzt wurden auf dem Gelände noch Autobusse abgestellt, da und dort wurde verladen: Vom Zug auf den LKW und umgekehrt. 
    Doch ab 2024 wird das Areal freigemacht: Hallen und Bürogebäude werden abgerissen, Schienen demontiert. 
    Die Züge verschwinden nach 150 Jahren von den Nordwestbahnhofgründen. 
    Auch wenn hier noch gearbeitet wird: Eine Atmosphäre von Eisenbahnromantik macht sich breit. Lediglich ein bis zwei Hallen aus der Anfangszeit des Nordwestbahnhofs vom Ende des 19. Jahrhunderts, bleiben erhalten. Ein Umschlagplatz, der wie aus der Zeit gefallen erscheint, wird Geschichte.   
    Drei Stadtquartiere, also Grätzel, werden hier entstehen: Der Marktplatz im Norden, die Einkaufsstraße in der Mitte, samt einer großzügigen Fußgängerzone und die urbane Innovation im Süden. Die Gebäude, die das Areal wie ein ovaler Ring umschließen, werden Wohnraum für 16.000 Menschen sowie 4700 Arbeitsplätze schaffen. Vier Hochhäuser sollen zu Landmarken des neuen Stadtviertels werden. Zentrum des neuen Nordwestbahnhofs wird seine Grüne Mitte mit 100.000 Quadratmetern Grünfläche sein. Auf dem ehemaligen Bahndamm lässt es sich dann bis zur Donau an der Nordbrücke radeln und weiter bis auf die nahe Donauinsel. Eine Esplanade von Nord nach Süd steht für Fußgänger und Radfahrer zur Verfügung. Die neue Straßenbahnlinie 12 wird entlang der Fußgängerzone das Nordwestbahnhofviertel queren und so eine Verbindung zwischen Wallensteinstraße und Traisengasse schaffen. Damit ist der Nordwestbahnhof keine Barriere im 20. Bezirk mehr, wie in den Jahrzehnten zuvor, sondern wird durchlässig sein. Zwar nicht für den Autoverkehr, wohl aber für Fußgänger, Radfahrer und Straßenbahn. 
    Gemischte Nutzung und viel Grünraum in zentraler Lage, so lautet der Plan für das Nordwestbahnhofviertel. Neben Wohnen und Arbeiten wird es zahlreiche Betreuungs- und Bildungsangebote geben: Gleich vier Kindergärten sind vorgesehen und ebenso viele Schulen, mitten im Grünen. Ein neuer Lebensraum entsteht, der für alle etwas bieten soll. Ein lebendiges Stück modernes Wien, in unmittelbarer Nachbarschaft zu den kürzlich bebauten Nordbahnhofgründen, aber auch den Grünflächen Augarten, Prater, Donauinsel sowie kleineren Parks des Bezirks. Aus einem abgeschotteten Verladeterminal wird ein offener, pulsierender Stadtteil, ein neuer Impulsgeber für Bezirk und Stadt.

Technische Freimachung

Um das Stadtentwicklungsprojekt tatsächlich verwirklichen zu können, muss das gesamte Areal des ehemaligen Nordwestbahnhofs im Vorfeld „frei gemacht“ werden. Dabei werden die vorhandenen Lagerhallen und Gebäude entlang der bestehenden Gleisachsen abgebrochen und die befestigten
Flächen, wie etwa die Ladestraßen, entfernt.

Die Freimachung erfolgt in zwei Phasen, beginnend an der östlichen Seite im Bereich der Rebhanngasse. Nach Abschluss der 1. Phase werden die Arbeiten an der westlichen Seite im Bereich der Nordwestbahnstraße fortgesetzt. In Summe werden die Abbrucharbeiten vier Jahre in Anspruch nehmen.

  • weiterführende Informationen zum Folder

    Indem der Abtransport des Abbruchmaterials auf die Schiene verlagert wird, lassen sich Emissionen im Vergleich zum herkömmlichen LKW-Transport deutlich reduzieren:

    potenzielle Einsparung an Treibhausgasemissionen:
    Die Bewertung der potenziellen Treibhausgasemissionen erfolgt nach dem IPCC (International Panel for Climate Change) Standard, Stand 2021, für Treibhausgasemissionsbewertungen (GWP - Global Warming Potential) auf einen Betrachtungszeitraum von 100 Jahren. 
    potenzielle Schwebstaubbelastungsreduktionen:
    Die vorliegende Bewertung für die Schwebstaubbelastungsreduktion erfolgt für Partikel (PM10-eq) nach der ReCiPe Methode. Für weiterführende Informationen sei auf XX (zB Homepage, Kundenservice o.ä. verwiesen).

    Weiterführende Information:
    Die den Ergebnissen zu grunde liegende Vorstudie zur Ökobilanzierung wurde Normkonform nach ISO 14044 durchgeführt.

    • Systemgrenzen: Es wird ein Betrachtungszeitraum von 4 Jahren angelegt. Die Grenzen der Analyse hinsichtlich Transport beziehen sich auf den Abtransport der anfallenden Reststoffmassen. Dabei wurden weiterführende Betrachtungen wie Versorgung und Transfer der beteiligten Mitararbeiter:innen nicht betrachtet.
    • Datengrundlage: die zur Lebenszyklusbetrachtung verwendeten Daten stammen aus den ÖBB internen Unterlagen betreffen Baumassenlogistik, sowie Unterlagen des Einreichprojektes (Architektonische Planung, Umweltverträglichleitserklärung sowie Abfallwirtschaft und Umweltfachbeiträge). Zur Modellierung wurden die ökologischen Daten aus der ecoinvent v3.9.1. Datenbank verwendet. Der LKW Transport bezieht sich auf die Emissionsklassen EURO V und EURO VI aus dem Fahrzeugsegment Einzelwagen 28t - 32t mit einem variierenden Beladungsfaktor. Die notwendigen Parameter des Bahntransportes, bezüglich dem Energieverbrauch und der hybriden Verteilung, wurden auf Basis ÖBB interner Daten festgelegt. 
    • Modalitätenverteilung: Für die Modellierung der Planvariante, gemäß genehmigtem Umweltverträglichkeitsprüfungsbescheid, ist der Abtransport der anfallenden Reststoffmassen mittels Bahn zu einem maximal technisch möglichen Grad, gegenüber einem Abtransport mittels Lastkraftwagen (Diesel LKW) verglichen. Die Ergebnisse sind daher im globalen Kontext zu verstehen und geben keine Auskunft über lokale Auswirkungen.
    • Schwebpartikelbelastung: Kleine Partikel, welche sich nicht aus der Luft absetzen und einen Durchmesser von weniger als 10 Mykrometern aufweisen, werden als Schwebstaub bezeichnet. Dies umfasst eine komplexe Mischung aus organischen und anorganischen Subnstanzen welche entweder direkt als Partikel vorliegen (Primäre Schwebstaubpartikel) oder sekundär durch reaktive Verbindungen, wie beispielsweise Stickoxide, bedingt werden (Sekundäre Schwebstaubpartikel). Die vorliegende Berechnung der Vorstudie zur Ökobilanzierung erfolgt für jene Partikel (PM10-eq) nach der ReCiPe Methode. Diese stellt eine Methode zur Bewertung von Auswirkungen basierend auf einer Lebenszyklusanalyse dar, wobei sich die Abkürzung (ReCiPe) auf die mitwirkenden Institute und Foschungseinrichtungen bei der Berechnungsmethodenerstellung bezieht.
       

Bildungscampus

Der Bildungscampus ist eines der ersten Bauvorhaben am Stadtentwicklungsgebiet Nordwestbahnhof. Bis Herbst 2028 wird ein gänzlich neuer Bildungscampus für rund 1.600 Kinder und Jugendliche errichtet. Dafür wurde ein Architekturwettbewerb durchgeführt, aus dem die Architekten Klammer Zeleny und Kronaus Mitterer aus Wien als Sieger hervor gingen. Im Juni 2023 wurden alle prämierten Projekte am Nordwestbahnhof ausgestellt. Insgesamt entstehen am Areal des Nordwestbahnhofs drei Schulstandorte. 

Visualisierung Eingangsbereich Bildungscampus Nordwestbahnhof

ÖBB InfoCenter Nordwestbahnhof

Um dieses Großprojekt der Wiener Stadtteilplanung am Nordwestbahnhof in bestem Einvernehmen mit den Bürger:innen umzusetzen, hat die ÖBB ein InfoCenter eingerichtet. In dieser Ausstellung liegt der Themenschwerpunkt beim Verfahren der Umweltverträglichkeits­prüfung (UVP) und der Präsentation jener Bereiche, die Einflüsse auf die Abbruch- und die Bauphasen sowie später auf die Nutzungsphase im neuen Stadtteil haben. Neben aktuellen Impressionen der drei großen Stadtentwicklungsgebiete, dem Hauptbahnhof, dem Nordbahnhof und dem Nordwestbahnhof ergänzen Kurzfilme zu ÖBB Bauprojekten, ÖBB Berufsgruppen und zum Thema Eisenbahn die informative Info-Ausstellung.

Besucher:innneninformation InfoCenter

Das ÖBB InfoCenter Nordwestbahnhof ist  jeden Donnerstag von 15.00 bis 19.00 Uhr für Sie geöffnet.

ÖBB InfoCenter in 1200 Wien, Nordwestbahnstraße 16

Wir informieren …

… über das Städtebauliche Leitbild Nordwestbahnhof
Das Städtebauliche Leitbild Nordwestbahnhof gibt die wesentlichen Gestaltungselemente und Flächennutzungen, die Nutzungsmengen und das Erschließungssystem in ihren grundsätzlichen Ordnungsprinzipien vor. In dieser Präsentation werden diese Inhalte für den neuen Stadtraum Nordwestbahnhof beschrieben.

… über Themen zur Umweltverträglichkeitsprüfung Städtebau Nordwestbahnhof
Die ÖBB als Projektbetreiber muss für das Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) eine detaillierte Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) abgeben. In dieser Präsentation werden alle UVP-relevanten Themen beschrieben.

Ansprechpersonen

Andreas Dewath
Projektleitung

Lassallestraße 5
1020 Wien

Mobil: +43 664 6170180

E-Mail senden

Petra Hadac, Bakk.a phil.
Projektkommunikation

Praterstern 4
1020 Wien

Mobil: +43 664 6170523

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Bildergalerie Nordwestbahnhof